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Wie Sie gute Diamanten Qualität mit dem Holloway Cut Advisor filtern

Wenn Sie bislang ein wenig über den Kauf von Verlobungsringen recherchiert haben, sind Sie wahrscheinlich schon mit einer Unzahl von fachspezifischen Begriffen konfrontiert worden. Mit den „vier C’s“, mehr bekannt als die 4 wichtigen Qualitätsmerkmale eines Diamanten. Über dessen Tafel (Table) und seiner Tiefe (Depth), über Proportionen eines Diamanten, seine Diamant-Formen und natürlich über Diamant-Zertifikate, ohne die ein Diamant in Bezug auf seine Qualität und seinen Wert schwerlich auszumachen ist. Es sind wahrscheinlich nur einige Beispiele, auf die Sie bereits gestoßen sind.

Die meisten von Ihnen können mit diesen Angaben allerdings keine sinnvolle Aussage treffen, abgesehen über einen direkten Vergleich mit meiner Tabelle, die Sie im Schema der empfohlenen „idealen Proportionen“ finden. Glücklicherweise existiert ein einfaches Programm, das von Garry Holloway entwickelt wurde. Es ermöglicht Ihnen, die Proportionen eines runden Diamanten näher auszumachen.

Der Holloway Cut Advisor oder wie er allgemein als „HCA“ bekannt ist, vereinfacht den Prozess der Beurteilung von der möglichen Qualität und von dem Aussehen eines runden klassischen Diamanten mit Brillantschliff. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie er funktioniert und wie er sich als praktisches Instrument anbietet, insbesondere wenn Sie einen Verlobungsring „blind“ kaufen möchten. Ich spreche besonders diejenigen an, die sich gern die Mühe für weitere eigene Auswertungen ihrer Diamanten-Auswahl vereinfachen und abkürzen möchten🕶

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Unter diesem Titel (Link zum Kapitel) finden Sie alle Details meiner empfohlenen Eingrenzung, die bei der Vorauswahl vorzunehmen ist, wenn Sie auf „rund geschliffene Diamanten mit idealen Proportionen“ Wert legen. Es ist die zentrale Vorgabe auf der gesamten Website, die ich Ihnen sehr ans Herz lege.

Ein kurzer Abriss über die Geschichte des Holloway Cut Advisors

Der Gründer des HCA, Garry Holloway, ist kein Neuling im Geschäft und hat sich seit den frühen 70er Jahren der Branche angeschlossen. Er ist nicht nur Partner eines der größten Foren für Juwelen im englischsprachigen Raum, sondern engagiert sich auch aktiv zusammen mit Wissenschaftlern aus Russland und Indien in der Forschung und Entwicklung des Diamant-Schliffs.

Nach einer intensiven Studie über das Zusammenspiel der unterschiedlichen Diamant-Proportionen und -Winkel mit dem einfallenden Licht entwickelte er die HCA-Software. Das Programm ermöglichte es dem Nicht-Fachmann, gewisse Parameter aus dem Diamant-Zertifikat in den HCA einzugeben. Es erstellt eine sofortige Einschätzung über die optische Qualität und Leistung des Diamanten.

Eingabe-Fenster Holloway-Cut-Advisor (HCA) - gute Diamant Qualität mit dem Holloway Cut Advisor filtern

Die auf der Original-Seite Zahlenwerte in den betreffenden Fenstern dienen nur symbolischen Zwecken. Zu der freien Software kommen Sie über den folgenden Link: Holloway Cut Advisor

Nachdem Sie die betreffenden Daten aus einem Diamant-Zertifikat eingegeben haben, erhalten Sie als Ergebnis eine Punktzahl zwischen 0…. und 10.0. Ein Ergebnis von unter 2,0 ist grundsätzlich erwünscht. Alle Diamanten mit Ergebnissen von höher als 2.0 sollten von Ihnen aussortiert werden, unabhängig von den Bewertungen im Diamant-Zertifikat. Berücksichtigen Sie hierzu alle Eingaben mit Punkten hinter der vollen Zahl zu versehen, anstatt mit Kommata. Wenn es sich um ein GIA-Zertifikat handelt, haben alternativ die Möglichkeit lediglich die Zertifikat-Nr. (GIA Report #) in das dafür bestimmte Fenster einzugeben. Die Software besorgt den Rest.

Einblicke in die Vorteile des Holloway Cut Advisors

Der HCA bietet die Auswertung der potenziellen Lichtreflexion, seiner Ausbreitung sowie des Feuers eines Diamanten. Er versucht durch seine Software, wichtige Eigenschaften zu beurteilen, die das optische Erscheinungsbild eines Diamanten näher zu erfassen. Der Wert aus dem Ergebnis wird anhand der folgenden 4 Faktoren bestimmt:

  • Brillanz und Lichtreflexion ist die Wahrnehmungsfähigkeit der Helligkeit eines Diamanten. Ein Diamant mit mangelhafter Lichtausbeute zeigt keine optimale Schönheit. Schlechte Lichtausbeute kann auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen sein: Undichtigkeiten, die es erlauben, durch einen Diamanten hindurchzusehen. Das führt zu einem toten Aussehen, wenn er zum Beispiel auf einen Diamantring gesetzt wird. Diese Undichtigkeiten können mit einem Ideal-Scope leicht erkannt werden.
  • Szintillation wird oft als kontrastreiches Hell-Dunkel verstanden, das sich von Facette zu Facette eines Diamanten abwechselt und unsere Augen anspricht. Sie ist der Glitzer-Effekt, den man sieht, wenn sich ein Diamant, das Licht oder der Betrachter bewegt. Diamanten mit schlechter Symmetrie können eine schlecht verteilte Szintillation aufweisen.
  • Feuer existiert dann, wenn Farbblitze entstehen, die durch die spektrale Trennung oder Streuung von weißem Licht in Regenbogenblitze übergehen. Wenn Sie einen Diamanten in einem hellbeleuchteten Büroraum betrachten, erscheint dieser allgemein sehr hell. Wogegen er in einem Raum mit Punktlicht, also dort, wo es nicht überall hellbeleucht ist, der Stein zwar dunkler, jedoch feuriger wirkt.
  • Streuung (Spread) Die Streuung oder auch „die scheinbare Größe“ eines Diamanten ist der am leichtesten zu verstehende Faktor, und für viele Verbraucher, die an Diamanten interessiert sind, ist es der wichtigste Faktor, weil er die Attraktivität des Diamanten ausmacht. Der Holloway Cut Advisor vergleicht und bewertet ihn.

Zusammen ergeben diese 4 Faktoren die gesamte optische Leistungsfähigkeit eines Diamanten. Ein HCA-Wert von kleiner als 2 bedeutet für einen Diamanten, dass er über die begehrenswerten Eigenschaften verfügt und das Licht optimal reflektiert.

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Gute Diamant Qualität mit dem Holloway Cut Advisor filtern

Der Holloway Cut Advisor wird niemals die physischen Auswertungen ersetzen, die von Experten durchgeführt werden oder die vor allem Sie durch eigene Prüfungen über die Abbildungen mit dem ASET-Scope und/oder dem Ideal-Scope vornehmen können. Jedoch ist er definitiv ein weiteres ausgezeichnetes Hilfsinstrument, das Sie selbstständig und kostenlos über den oben beschriebenen Link benutzen können, wenn Sie es mit Diamanten in einer Liste zu tun haben, denen keine direkten Ideal-Scope-Abbildungen anhängen.

Die Benutzung des Holloway Cut Advisors als Auslesewerkzeug

Nachfolgend habe ich ein Beispiel ausgewählt, wie man mit dem HCA vermeintlich gleich bewertete und ähnlich aussehende Steine auf der Basis von Diamant-Zertifikaten für sich aussortieren kann. Ich habe mir 2 rund geschliffene Diamanten über die Website von James Allen ausgesucht, deren Schliff vom GIA-Labor als „3-fach Excellent“ bewertet werden, Neben dem Schliff selbst, sind dies seine zwei weiteren Kategorien „Symmetry“ und „Polish“. Diese Eigenschaften hatte ich vor meiner Auswahl-Suche im Fenster der Vorauswahl neben anderen Eigenschaften so eingegrenzt, die vorher eingestellt werden können. Auf der darauffolgenden Liste erscheinen nun alle Diamanten mit der GIA 3-fach Excellent Bewertung im Schliff. Ihre Werte der Proportionen habe ich in die Software eingesetzt.

Rund, Brillantschliff 070ct, Farbe I, VS2, 3 x Excellent
Eingabe-Fenster GIA-Zertifikat, Rund, Brillantschliff 070ct, Farbe I, VS2, 3 x Excellent
 Holloway Cut Advisor Software-Ergebnis 1.4, für rund, Brillantschliff 070ct, Farbe I, VS2, 3 x Excellent

Die roten Pfeile im oberen Bereich der zwei gezeigten HCA-Diagramme oben und unterhalb dieses Textes beziehen sich auf die Werte, die ich aus den Diamant-Zertifikaten übertrage. Aus diesen zwei unterschiedlichen Ergebnissen kann ich jetzt sofort erkennen, welcher Diamant für mich nicht mehr infrage kommen wird. Der obere Stein wird Teil meiner engen Auswahl sein. Mit Ergebnissen wie diesem, der einen Wert von 1.4 aufweist, wird allerdings noch keine Kauf-Entscheidung getroffen. Der andere Stein mit 3.8 wird aussortiert.

Eine letzte, ganz sichere Bestätigung liefern mir Ideal-Scope-Aufnahmen von meiner Auslese aus 2-3 Diamanten, die ich beim Support von James Allen gleich anfordern kann. Erst diese Bilder festigen meine Eindrücke, aus denen ich sehr zielgenau meine Kaufentscheidung treffen kann.

Rund, Brillantschliff 074ct, Farbe I, VS1, 3 x Excellent
Eingabe-Fenster GIA-Zertifikat, Rund, Brillantschliff 074ct, Farbe I, VS1, 3 x Excellent
 Holloway Cut Advisor Software-Ergebnis 3.8, für rund, Brillantschliff 074ct, Farbe I, VS1, 3 x Excellent

Sie erkennen, dass ich im Diagramm des Diamant-Zertifikats vom unteren Diamanten mit dem schlechten Ergebnis den Wert des 36º-Winkels mit einem Fragezeichen rot markiert habe. Wir erinnern uns an die von mir vorgegebenen „idealen Werte“, die ein Diamant haben sollte, wenn er grundsätzlich das Potenzial eines perfekten Diamanten für die beste Lichtstärke hat.

Der Winkel von 36º übertrifft den idealen Wert um einen ganzen Grad, der maximal 35º haben sollte. Denken Sie daran und berücksichtigen für Ihre Vorauswahl ausschließlich Diamanten mit idealen Proportionen zu berücksichtigen. Die Vorauswahl auf der James-Allen-Website bietet die Möglichkeit, dass Sie unter „Advanced Options“ die Werte wie die Tiefe (Depth) und die Tafel (Table) vorab eingrenzen können. Der untere Diamant wäre erst gar nicht in der Auswahl-Liste gewesen, wenn ich mich von vornherein auf den Bereich für die Tafel-Werte (54% – 57%) festgelegt hätte.

Die beiden restlichen Angaben wie Kronen- und Pavillon-Winkel finden Sie bei jedem der noch verbliebenen Diamanten in Ihrer individuell eingestellten Liste.

Wie Sie aus dem abgebildeten Beispiel ersehen, ist Ihnen ergänzend die Problematik der 3-fach-Excellent“-Bewertungen aufgefallen. Alle gemmologischen Labors beziehen in Ihre Bewertungsanalysen Bandbreiten ein, aus denen Sie als kommender Käufer Ihre Schlüsse durch eigene sorgfältige Auswertungen ziehen sollten, sobald Sie über die Inhalte meiner Website eingehend aufgeklärt sind.

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Die Problematik der 3-fach "Excellent" Bewertungen

Im Kapitel „Wie gut Gia Diamanten mit 3-fach-Excellent-Bewertungen wirklich sind“ erhalten Sie die dazu gehörigen Kriterien ausführlich erklärt.

Abgesehen von den hilfreichen Vorteilen gibt es andererseits einige Schwächen

Das HCA Instrument scheint auf den ersten Blick die cleverste Anwendung zu sein, die für den Diamant-Käufer geschaffen wurde. Eine gute Punktzahl unter 2 durch die Software ist aber nicht zwingend ein Indiz für einen Diamanten mit bester Lichtleistung und bester Schliff-Präzision. Es gibt mehrere nachteilige Faktoren. Ein Grund für Unkorrektheiten ist der, dass das Instrument nur Messungen von 17 Facetten anstatt von allen 57 Facetten des rund geschliffenen Diamanten für seine Analyse trifft. Abgesehen von gemittelten Werten, auf die es zurückgreift, berücksichtigt es weiterhin nicht unterschiedliche Dicken von Rundisten, weder Symmetrie- noch Polier-Werte. Insgesamt bilden diese Werte eine zusammenhängende Beziehung, die die Lichtleistung eines Diamanten ausmachen.

Übrigens ist der HCA lediglich für rund geschliffene Diamanten einzusetzen. Andere Diamant-Formen können von seinem Algorithmus  nicht ausgewertet werden.

Zusammenfassung der Verwendung sowie der Ergebnisse durch den HCA

Unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte läßt sich sagen, daß ein HCA-Score nur bis zu einem gewissen Grad sinnvoll ist. Das Programm liefert schnelle Ergebnisse auf der der Basis einer überschaubaren Anzahl von Dateneingaben. Der Holloway Cut Advisor ist nicht als Auswahlwerkzeug gedacht, sondern vielmehr als Instrument zur Aussonderung schlecht proportionierter Steine.

Nachdem Sie die schlechten Diamanten mit Werten von einem höheren Wert als 2,0 auf dem HCA aussortiert haben, sollten Sie andere lichttechnische Untersuchungsinstrumente wie das ASET- oder das Ideal-Scope für Ihre endgültigen Auswahl verwenden. Beide sehr nützlichen Instrumente werden Ihnen bei der Auswahl des brillantesten Steins aus dem übrig gebliebenen Rest der Diamanten, die einen Wert von kleiner als 2,0 auszuwählen.

In dieser Hinsicht erfahren Sie im nächsten Kapitel mehr über die besten Adressen von Diamanten zusammen mit ihrem Angebot für ASET/Ideal-Scope-Instrumente.

Warum ist ein ideal geschliffener
Diamant so rar?

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