Seite wählen

Warum Diamanten mit dem idealen Brillantschliff so rar sind ※

Sehr wenig Diamanten werden zu idealen Proportionen geschliffen

Bevor wir auf die Gründe für die üblichen schlechteren Schliff-Qualitäten eingehen und warum ein ideal geschliffener Diamant mit Brillantschliff so rar ist, lassen Sie mich zunächst einen Blick auf die verschiedenen Faktoren werfen, mit denen wir die Qualität eines Diamanten erfassen können. Diamanten unterscheiden sich durch ihre Form und die vier gemeinsamen Merkmale, auch bekannt als die „Vier C’s“: es ist der Schliff, die Diamanten-Reinheit, die unterschiedlichen Farbklassen und das Karat-Gewicht.

Mit den 4C’s betrachtet, ist der Schliff das einzige Merkmal, das durch menschliche Einwirkung bestimmt ist. Dieses Merkmal ist ganz entscheidend, ob ein Diamant mit Leben und demzufolge mit Lichtstärke strahlt oder ob er sich stumpf und leblos präsentiert. Selbstverständlich möchte jeder sehr wohl einen Diamanten für sich bekommen, der brillant und feurig aussieht.

Und wenn nun sämtliche Rohdiamanten das Potenzial haben, dass sie in wunderschöne Edelsteine verwandelt werden können, warum schleifen und polieren Diamantenschleifer dann Rohsteine auf schäbige Proportionen? Wenn Sie als Leser zu diesem Inhalt intensiver nachdenken, kommt Ihnen das nicht irgendwie paradox vor? Denn der Diamantenschleifer selbst würde sich mit Sicherheit keinen Diamanten anschaffen wollen, der leblos und dunkel aussieht.

Die Grundsätze des Schliffs und ihre Auswirkungen auf das Erscheinungsbild

Diamanten sind einzigartig wegen ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit, Licht zu reflektieren und es zu brechen. Ein gut geschliffener Diamant lässt einen Stein auch größer aussehen als ein schlecht geschliffener von gleichem Karat-Gewicht. Er verdeckt seine wirkliche Farbnuance, die durch seine Helligkeit überstrahlt wird und verbirgt seine Makel der Reinheit.

Wussten Sie, dass ein ideal geschliffener Diamant nahezu 100% des Lichts reflektieren kann, das von oben durch Tafel- und Kronenfacetten in ihn eindringt? Dieses reflektierte Licht wird vom Betrachter als Funkeln, Feuer und Brillanz wahrgenommen.

Wenn ein Diamant zum Beispiel mit einem zu flachen Winkel geschliffen wird, verlässt ein gewisser Bruchteil des eindringenden Lichts den Stein durch die unten im Diamant gelegenen Pavillonwänden. Dasselbe passiert, wenn ein Stein zu tief geschliffen worden ist. Ein Teil des Lichts durchdringt die Seitenwände des Diamanten und vermindert seine Lichtstärke, die er sonst aufbringt.

Sowohl die mangelnde Brillanz und ihr daraus erwachsenes charakteristisches Funkeln bekommt nicht die präzise ganze Kraft, die in das Auge des Betrachters zurückreflektiert werden kann. Es ist der Grund, warum schlecht geschliffene Diamanten oft dunkler aussehen und wenig Leben in sich führen. Der direkte Vergleich von zwei unterschiedlich geschliffenen Diamanten macht diesen Effekt sehr deutlich.

Warum Rohdiamanten nicht für die Erzielung höchster Lichtleistung geschliffen werden

Wenn wir über Millionen von Dollar sprechen, die in die Rohstoffbeschaffung von Rohdiamanten eingebunden sind, wird es keinesfalls viel Spielraum für Fehler bei der Herstellung profitabler Fertigprodukte dieser Art geben. Konkreter ausgedrückt, im Gegensatz zu manchem Glauben sind es nicht menschliche Fehler für schlecht geschliffene Diamanten, die verantwortlich  dafür sind. Weiterhin gibt es gibt mit Sicherheit keine kurzsichtigen Entscheidungen der Diamantenschleifer an der Polierscheibe.

Ich will es Ihnen erklären, im Diamantengeschäft geht es wie in jeder anderen Branche um das Geld verdienen. Und die Rohdiamanten werden selbstverständlich auf der Grundlage bewusster Entscheidungen geschliffen. Vor jedem Schleifprozess wird ein Rohdiamant sorgfältig analysiert und mit Hilfe von leistungsfähigen Rechnersystemen sorgfältig für den optimalen Schleifvorgang geplant.

Bei den Richtlinien, wie ein Rohstein zu bearbeiten ist, sind Wirtschaftlichkeit und Rentabilität zwei wichtige Kriterien, die nahezu immer über der Schliff-Qualität rangieren. Immerhin wird der Preis eines Diamanten am deutlichsten durch das Karat Gewicht beeinflusst. Und aus diesem Grund sind sowohl die Diamantenschleifer als auch die Einzel- und Onlinehändler von starken finanziellen Anreizen getrieben. Sie halten das Gewicht eines Rohdiamanten so weit wie möglich auf Kosten eines minderwertigen Schliffs.

Wie ein Rohdiamant eingesetzt wird

Zur Veranschaulichung nehmen wir an, dass wir einen Rohkristall haben, der ein Diamant-Gewicht von 3,00 Karat hat. Aus diesem Rohmaterial lassen sich zwei 1,3 Karat-Runddiamanten mit einer Bewertung für den Schliff von „Gut“ erzielen. Die beiden Diamanten erreichen einen Gesamtmarktwert von gut 23.000 Euro.

Es ist jedoch auch möglich, dass derselbe Rohdiamant dazu verwendet wird, zwei ideal geschliffene Diamanten mit einem Gewicht von etwa 1,00 Karat und 0,90 Karat zu erstellen. Im Gegensatz dazu können diese beiden Diamanten nur für insgesamt 20.000 Euro verkauft werden, obwohl diese beiden Steine eine bessere optische Leistung zeigen.

Neben dem höheren Marktwert, den die erste Option darstellt, sind die als „Gut“ geschliffenen Diamanten günstiger in der Herstellung, da weniger Zeit und geringer qualifiziertes Personal am Poliertisch erforderlich ist. Was wäre wohl logischerweise die Option, die Sie wählen würden, wenn Sie der Geschäftsinhaber wären?

Andere Faktoren, die beim Schleifen eines Diamanten zu berücksichtigen sind

Manchmal werden die Entscheidungen des Schleifers durch Fehler im Material und die natürliche Form des Rohdiamanten beeinflusst. Zum Beispiel kann die Position von Einschlüssen im Rohmaterial den Diamantenschleifer dazu veranlassen, dass er den Diamanten auf eine bestimmte Art und Weise poliert. Die Einschlüsse werden mit der besonderen Polierung damit beseitigt. Solche Entscheidungen werden in der Regel mit Hilfe von Hightech-Scannern und von Visualisierungssoftware getroffen. Letztendlich steht immer die Maximierung des Absatzes und des Gesamtwertes auf Kosten der Schliff-Güte im Vordergrund.

Wenn Sie einen Verlobungsring möchten, der sehr schön aussehen soll und Sie sich innerhalb eines bestimmten Budgets bewegen wollen, ist meine Empfehlung für Sie die, dass Sie bei den Aspekten wie Farbklasse, der Reinheit und beim Karat-Gewicht Kompromisse eingehen. Gehen Sie keine Kompromisse bei der Schliff-Qualität ein, Sie werden sehen, dass es tatsächlich dabei hilft, jeden dieser 3 Aspekte auszugleichen.

Allerdings kenne ich Leute, die absichtlich den Schliff opfern, weil sie eine Mindestvoraussetzung für das Karat-Gewicht einhalten wollen. Mit einem begrenzten Kostenrahmen, den sie einhalten wollen, sehen sie nur die Größe eines Diamanten, indem sie die Qualitäten der anderen 3Cs wie Schliff, Farbe und Reinheit herabsetzen. Ich persönlich denke, dass es keine gute Idee ist, Diamanten auf diese Methode zu kaufen. Jedoch liegt die Entscheidung letztendlich in Ihren Händen.

Über diese Website

Ich bin Torsten Kroeger und habe vor mehreren Jahren intensiv damit begonnen, mich für Diamanten zu interessieren.

Nach ernüchternden Erkenntnissen auf den Websites sämtlicher deutschsprachiger Diamantschmuck-Anbieter, die kaum etwas zum Wesentlichen beitragen, entschloss ich mich zu dieser Website. Ich dachte darüber nach, dass es viel mehr Wissen zu Diamanten geben muss, und dass Sie das unbedingt als Verbraucher wissen sollten, was ich schließlich entdeckte.

Ich kann Ihnen neben manch anderen Insider-Informationen auf dieser Website beweisen, dass sämtliche Rohdiamanten das Potenzial haben, in wunderschöne Edelsteine verwandelt werden zu können!

Wenn Sie als Leser zu dem hier folgenden Inhalt mal intensiv nachdenken, werden Sie vielleicht nach Lesen mehrerer Kapitel auf dieser Website zu dem Schluss kommen, dass es Ihnen zunehmend merkwürdig vorkommt, warum die meisten Rohdiamanten zu einem mäßig geschliffenen Diamanten mit schäbigen Proportionen gefertigt werden.

Ein Diamantenschleifer selbst würde sich selbst nie einen Diamanten anschaffen wollen, der leblos und dunkel aussieht. Wie kommt es also, dass über 99% der auf dem Weltmarkt angebotenen Diamanten nur mittelmäßige Qualität aufweisen und dennoch von Juwelieren als „hochwertig“ gepriesen werden?

Durch mein heutiges Wissen darüber helfe ich gern für jeden Geldbeutel bei der Auswahl eines qualitativ perfekten Diamanten in seinem Schliff. Sowohl Ihre Fragen wie natürlich auch Anregungen sind herzlich willkommen.

Ihr

Torstenkroeger

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.