Insider-Einblicke für das Auswerten der Diamant-Schliffgüte anhand der Proportionen eines Diamanten

Es ist von zentraler Bedeutung, dass Sie sich bei der Auswahl eines Diamanten dessen Auswerten der Diamant-Schliffgüte vornehmen. Der Diamant-Schliff spielt bei weitem die größte Rolle für seine Schönheit. Je besser und präziser der Schliff, desto mehr Brillanz, Lichtkraft und Funkeln gibt der Stein her. Ist der Stein zu tief oder zu flach geschliffen, ist die Reflektion nicht mehr vollkommen gegeben. Es dringt in dem Fall von oben einfließendes Licht nach unten oder seitlich hinaus. Ein schlecht geschliffener Stein hat kein Leben, er ist dunkel und glanzlos. Es wird nicht ohne Grund gesagt, dass der Diamant-Schliff das „Wichtigste C“, den Cut, von allen der vier bekannten C’s (Cut, Carat, Color, Clearity) der Qualitätsmerkmale verkörpert, weil der Diamant, abhängig durch einen perfekten Schliff, die größte Aufmerksamkeit für sein Aussehen einnimmt.

Überhaupt, warum wollten Sie einen teuren Diamanten wählen, der kaum Glanz hat und in Dunkelheit und Leblosigkeit fristet? Leider bekommen diese Erfahrung bis heute sehr viele Verbraucher überall auf der Welt zu spüren, ohne dass es ihnen frühzeitig auffällt. Der Grund dafür sind gezielte Fehlinformationen durch die Werbung und primär über – diplomatisch bemerkt – grenzwertige Verkaufsgespräche der Juweliere.

Diamant-Schliff-Qualität erfassen, hier von links nach rechts: ideal, flach und tief

Die Vorauswahl eines Diamanten wird durch die Diamant-Schliffgüte bestimmt

Der Diamant-Schliff setzt sich zunächst aus zwei objektiven Bewertungen, der der Proportionen und der über den Feinschliff (Polish) zusammen. Im Diamant-Zertifikat wird der Diamant-Schliff als kombinierte Klassifizierung dieser beiden Faktoren bewertet. Bei runden Diamanten (Brillantschliff) kommt der dritte Faktor, die Symmetrie, noch hinzu. Nach dem Beispiel des GIA-Systems können Diamanten folgende unterschiedliche Einstufungen erhalten (englischsprachig): „Excellent“, „Very Good“ (Sehr Gut), „Good“ (Gut), „Fair“ (Ausreichend) und schließlich „Poor“ (Mangelhaft).

In Anlehnung an Ihre finanziellen Mittel sollten Sie grundsätzlich einen Schliff anstreben, der so gut wie möglich ist. Sie werden jetzt denken, „warum erzählst Du mir das? Wenn das mit dem Schliff so wichtig ist, richte ich doch gleich meine Suche mit allen Schliff-Bewertungen nach einem Diamanten aus, der im Diamant-Zertifikat mit „3-fach Excellent“ bewertet ist. Dies sollte doch mein Problem für das Auswählen eines perfekten Diamanten lösen.“

Nun ist es wichtig zu wissen, die meisten von Ihnen wissen verständlicherweise darüber nichts, dass das Klassifizierungssystem des GIA-Instituts zwar einerseits eine recht gute Bewertungsmethode für die Brillanz eines Diamanten bieten kann. In gleicher Weise lässt es allerdings andererseits einen relativ breiten Spielraum der Proportionen innerhalb ihrer 3-fachen „Excellent“ Bewertungen zu. Daraus ergibt sich, dass zwei Diamanten mit den Bewertungen „3-fach-Excellent“ nicht unbedingt gleich aussehen und demnach nicht die gleiche Brillanz abstrahlen. In ihrer Lichtstärke können die Steine ziemlich unterschiedlich wirken: der eine wirkt brillant mit hoher Lichtstärke, der andere kommt gar nicht zur Geltung, dunkel und matt.

Letztendlich treten die ausschlaggebenden Unterschiede in ihren Proportionen wie in der Ausrichtung ihrer Facetten (Symmetrie) zutage, selbst wenn die verschiedenen Werte winzig sein können. Ihre Wechselwirkung mit dem Licht ist hierbei sehr entscheidend.

Damit Sie nun mit diesen Anforderungen eine Entscheidungshilfe erhalten, welcher Diamant die effektivere Lichtleistung und Brillanz ausstrahlt, müssen Sie die Bewertungen im Diamant-Zertifikat lediglich als Grundlage betrachten und die Ärmel für Ihre eigenen entscheidenden Aktivitäten hochkrempeln.

Die gemmologischen Institute haben die Daten der Steine analysiert, aufbereitet und aus ihnen ihre Bewertungen abgeleitet. Es ist jetzt ihr sorgfältiges und erfolgreiches Auswerten der Diamant-Schliffgüte notwendig. Aus vorhandenen Daten des Zertifikats, für Sie verfügbar, sind sie jetzt wichtig für einen Vergleich. Mit Filterung durch die Gegenüberstellung der idealen Werte, die Sie von mir erhalten, begrenzt sich Ihre Suche nach dem perfekten Diamanten auf ein Minimum von einigen wenigen Steinen.

Vergessen Sie hier bitte nicht: es geht allzu häufig um viel Geld das verloren gehen kann, um Enttäuschung und Frust. Diese drei negativ geladenen Werte gehören ab jetzt der Vergangenheit an, wenn Sie es wollen. Es kann jemand den Vorgang nur leichtsinnig aufs Spiel setzen, wer es sich zu einfach macht.

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Sie finden auf den folgenden Websites James Allen, Brian GavinDiamonds.com und Whiteflash.com top geschliffene Diamanten. Die Übersicht von James Allen bietet in der Auswahl wesentlich mehr Möglichkeiten. Allerdings werden Sie bei den beiden anderen Anbietern schneller fündig. Suchen Sie sich einige runde Diamanten (mit Brillantschliff) Ihrer Wahl aus, deren Daten Sie aus den dazugehörigen Übersichten der einzelnen Werte und aus den anhängenden Diamant-Zertifikaten entnehmen.

Meine Anforderungen sind Ihre: die Anforderungen an die „ideale“ Diamant-Schliffgüte bei runden Diamanten

Wenn Sie auf der Suche nach perfekten Diamanten sind, vergessen Sie nicht, es sind die, welche für die beste Diamant-Schliffgüte geschliffen werden. Ihre exakten Proportionen (Toleranz-Genauigkeit eines Winkels bis zu +-1º oder 1%) sind von elementarer Bedeutung. Der Zusammenhang stammt aus der Physik über das Licht. Selbst bei geringster Abweichung – zum Beispiel, wenn Sie im Diamant-Zertifikat den Pavillon-Winkel eines Diamanten von 41,2º entdecken, 0,2º zu viel – würde sich die Lichtleistung dieses Steins negativ auswirken. Sie sehen unten in meinem Schema den relativ geringen Winkel-Bereich zwischen 40,6º und 41,0º, der als idealer Spielraum des Pavillon-Winklels gilt.

Wie bereits oben erwähnt, erlauben gemmologische Labore wie das GIA und das HRD ein relativ breites Spektrum an Proportionen und unterschiedlichen Stufen von Lichtleistung. Natürlich wissen das die meisten Diamantenschleifer! Statt dass sie sich um die ideale Diamant-Schliffgüte bemühen, schleifen sie bewußt ihre Diamanten auf ein Maximum an Karat-Gewicht, um es für die Waage zurückzubehalten. Die Strategie dahinter liegt natürlich in der Steigerung ihrer eigenen Gewinne und der von den Juwelieren, die von ihnen die geschliffenen Steine aufkaufen.

Die folgende Tabelle idealer Proportionen wird Ihnen beim Ausfiltern aus den Online-Listen behilflich sein. Sie erkennen recht schnell mittelmäßig geschliffene Diamanten in diesem ersten Auswahl-Schritt, die sich im Bereich der 3-fach „Excellent“-Bewertungen ihrer Diamant-Schliffgüte bewegen. In diesem ersten Schritt geht die erfolgreiche Ausfilterung rein über Werte und Daten.

Am Ende bleiben die Favoriten in Ihrer engeren Auswahl. Alle hier aufgeführten Werte können Sie aus den Diamant-Zertifikaten im Schema „Proportions“ neben den Bewertungen entnehmen.

Sie werden wahrscheinlich stöhnen, wenn Sie die Anzahl der unten aufgelisteten idealen Vergleichswerte zu berücksichtigen haben. Es ist allerdings nicht allzu aufwendig wie es im ersten Augenblick aussieht. Auf Webseiten von guten Online-Juwelieren haben Sie bereits die Möglichkeit einige dieser Werte in Ihre Vorauswahl zu integrieren. Dazu gleich mehr.

Erster Teil zu Ihrer Prüfung und der Ausfilterung eines Diamanten mit 3-fach Excellent-Bewertung: Auswerten der Diamant Schliffgüte

Lassen Sie sich jetzt nicht dazu hinreißen, die Zahlen und Werte zu übernehmen, um Ihre finale Kaufentscheidung danach auszurichten. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass diese Tabelle lediglich dazu dienen soll, schlecht geschliffene Diamanten über Vergleichsdaten auszusortieren.

Nur weil ein Diamant in diesen „Ideal-Bereich fällt, macht es das Schema und die Tabelle keinesfalls zu einem Automatismus für einen Kauf. Mit anderen Worten, Ihre Auswahl ist damit noch nicht beendet!

Ich erkläre Ihnen, warum: Selbst zwei Diamanten mit ähnlichen Proportionen nehmen das in sie hereinströmende Licht dennoch unterschiedlich auf. Sie verstehen meine Begründung am besten im kommenden Kapitel auf der nächsten Seite.

Praktisches Beispiel einer Vorauswahl von Diamanten innerhalb Ihrer gewünschten Größenordnung

Anhand eines Beispiels wird am besten deutlich, was Ihnen bevorsteht, und wie Sie Ihre Diamanten-Suche beginnen. Um dies am besten zu veranschaulichen, habe ich die Website von James Allen gewählt. Ich denke, dass der komplette Vorgang über diesen erstklassigen Anbieter am besten nachzuvollziehen ist, weil ich finde, dass ich auf der Seite alle dafür relevanten Daten und Hilfsmittel vorfinde, die wir dazu benötigen.

Vorauswahlfeld von Diamanten innerhalb einer gewünschten Größenordnung (James Allen) 1. Schritt für das Auswerten der Diamant Schliffgüte

Es gilt das Ziel, einen perfekten Diamanten in einer Größenordnung von ca. einem Karat über die oben vorgeschriebenen idealen Proportionen aus einer Liste mit meinen gewünschten Voreinstellungen aus mehr oder weniger gleichwertigen Steinen herauszufiltern. Es soll sozusagen die Spreu vom Weizen getrennt werden. Stellen wir uns also in unserem entscheidenden Auswahlprozess eine überschaubare Anzahl von mehreren vielversprechenden Diamanten zusammen. Ich gehe die Vorauswahl-Bereiche wie oben im Bild zu sehen von links nach rechts vor:

  1. >Shape: im Vorauswahl-Bereich  auf der Seite für Diamanten ganz oben links markieren wir direkt das erste Symbol Round, das jetzt rötlich wird (wie alle weiteren gewählten Markierungen von den Symbolen auch, die folgen).
  2. >Cut: Schieberegler auf True Hearts eingrenzen
  3. >Color: um in den weiteren Auswahlbereichen, die sich stark auf den Preis auswirken vom Preisgefüge her möglichst wirtschaftlich zu bleiben, wählen wir die Farbstufen zwischen I und F. Sie können Unterschiede zwischen E und H nur mit den Augen erkennen, wenn Sie beide Nuancen nebeneinander halten. H wäre durchaus eine wünschenswerte Alternative
  4. >Carat: hier wählen wir unserem Wunsch gemäß die Karat-Größe um 1 Karat. Die Begrenzung zwischen 0,95 und 1,05 gesetzt. Ziel ist es, möglichst nicht die glatte 1 zu erwischen, weil der Preis bei vollen Karat-Größen (wegen der großen Nachfragen) grundsätzlich einen Sprung nach oben macht.
  5. >Clarity: wir legen Wert auf Augenreinheit und stellen die Auswahl zwischen SI1 und VS2 ein. Höhere Bewertungsklassifizierungen sind aus wirtschaftlichen Erwägungen überflüssig und haben rein persönliche Beweggründe
  6.  >Price: Wir lassen die Schieberegler wie sie jetzt stehen (200 – 4.999.000). Wir wollen daran nichts beeinflussen
  7. >Origin: Einstellung lassen wir bei All (spielt keine wesentliche Rolle, die Canada-Diamanten mit einzubeziehen
  8. >Advanced Optiions: 1. Polish + Symmetry natürlich nur auf „Excellent“. Es sind beides unsere wichtigsten Eigenschaften. LAB: GIA + AGS (dem Labor IGI vertrauen ich nicht, siehe im Hauptmenü unter Diamant-Bewertung Labore die besser zu vermeiden sind). Jetzt kommt die 1. Eingrenzung für eine unserer Voraussetzungen für die Proportionen Depth 61% – 62,5%, Table 54%-57%. Fluoreszence markieren wir mit None und Faint.
  9. Wir stellen nur noch (ganz links über den Abbildungen) ein, wie wir die Fotos ansehen wollen. Am besten das Symbol „Gallery View“, haben möchten. Weiterhin (ganz rechts) wie wir die Sortierung (rechts über den Abbildungen): Carat low to high.

Wir sehen, dass die Anzahl der vorhandenen Diamanten durch unsere Filterung rapide herunter gefahren ist. Am Anfang waren es insgesamt über 91.000 rund geschliffene Steine. Ich erkenne aktuell die Anzahl von immerhin noch 60 rund geschliffene Diamanten, die die äußerst präzise Schliffgüte von Hearts and Arrows aufweisen und unserer oben eingestellten Vorauswahl entsprechen. Jetzt geht es noch um die übrigen Daten (Winkeldaten und um die Dicke der Rundisten). Diese Daten müssen wir noch manuell suchen, was an sich nicht allzu aufwendig sein wird. Um das zu erreichen, ist der erste Blick auf die Diamanten-Liste zunächst eine gute Hilfe. Die-Hearts-and-Arrows-Pfeile sollten möglichst schwarz und als solche erkennbar sein (siehe auch das Kapitel „Hearts and Arrows Diamanten“). Die Diamanten auf der Liste können eine gewisse Unordnung zeigen, die allerdings in diesem Fall nicht allzu viel zu sagen hat. Es ist unmöglich, die Facetten mit ihren Winkeln und die dazugehörigen Reflexionen auf der Fotografie exakt zu treffen, so dass sie ein exaktes Bild abgeben.

Der Ausschnitt unten, den ich aus der Liste der noch 60 übrig gebliebenen Diamanten genommen habe, zeigt unter mehreren Diamanten meine Wahl von 2 Steinen mit ganz ähnlichen Werten. Im nächsten Kapitel werde ich diese gewählten Diamanten eingehend vorstellen. Der eine von ihnen wird sich als Favorit herausbilden. Sie werden an dem Beispiel erfahren und lernen, ob zwei anscheinend identisch aussehende Diamanten gleichwertige Brillanz von sich geben.

Ausschnitt aus der Liste mit Diamanten "True Hearts und eingegebenen Werten für die Vorauswahl 0,95ct - 1,05ct

Unsere Vorauswahl für das Auswerten der Diamant-Schliffgüte IDEAL PROPORTIONS für Diamanten zwischen 0,95-1,05ct: Neben den einzustellenden Eingaben für unsere oben beschriebenen Idealen Proportionen: (Table 54-57%, Depth 61-62,5%), werden Cut: True Hearts,  Color: F-I, Clarity SI1-VS1, Polish+Symmetry: Excellent, Lab: AGS, Fluoreszence: None, Faint (schwach) berücksichtigt. Die weiteren Werte finden wir über die jeweiligen Eintragungen der AGS-Zertifikate. Die zwei Diamanten für mein Beispiel grün eingerahmt

In der Fortsetzung dieses Beispiels erfahren Sie im hierauf aufbauenden nächsten Kapitel, wie Sie die restlichen Daten finden. Es erscheint schwieriger und umständlicher, als jetzt noch gedacht. Glauben Sie mir, die Auslese wird nun weiterhin einfach für Sie sein, weil die nun stark gefilterte Liste von James Allen bereits annähernd einige für uns geeignete Diamanten schon aus optischem Blickwinkel enthält.

Im Zusammenhang mit diesem Beispiel erhalten Sie im Anschluss an dieser Vorauswahl eine Vorstellung und Demonstration für die Anwendung eines genialen kleinen Instruments für Ihre endgültige Auslese. Das geschieht mit einem damit produzierten bestechenden und aussagefähigen optischen Bild dieser Edelsteine. Es gilt, die übrig gebliebenen Steine in einem letzten Schritt mit diesem Werkzeug zu vergleichen.

Zum Glück gibt es dieses verblüffend einfache Instrument. Es heißt Ideal-Scope. Mit ihm lässt sich die Optik eines Diamanten wunderbar prüfen.

Erfahren Sie darüber mehr auf der nächsten Seite

Erfolgreiche Auswahl eines
perfekten Diamanten

Beurteilung eines Diamanten
mit dem Ideal-Scope

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Das Auswerten der Diamant-Schliffgüte an den Proportionen eines Diamanten
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