Der Diamant-Schliff –

wichtigstes 4C-Element für die Diamant-Qualität

Oft wird der Diamant-Schliff (Cut) mit Diamanten-Schliffformen und den Diamanten-Schliffarten verwechselt. Die drei Begriffe beschreiben Unterschiedliches und es hilft nichts, dass Juweliere Sie nicht klar genug informieren und diese Begriffe Ihnen gegenüber nicht einzeln herausheben und erklären.

Um es zu verdeutlichen, beziehen sich die Schliffformen und -Arten auf die Kontur, also auf das optische Erscheinungsbild eines geschliffenen Diamanten wie zum Beispiel der Herzschliff und der Marquise-Schliff. Bei dem eigentlichen Diamant-Schliff kommt es dagegen auf die Präzision des Diamanten-Schleifers an, der für die drei wichtigen Merkmale für die Diamanten-Bewertung verantwortlich ist. Es geht um die Proportionen, die Symmetrie und die Veredlung. Die Veredlung ist der Feinschliff, die ebenfalls Polierung genannt wird.

Der Diamant-Schliff Cut) ist das wichtigste Element in der Diamanten-Bewertung. Die Qualität vom Diamant-Schliff ist der einzige Faktor, der von Menschenhand beeinflusst wird. Dieser wesentliche Faktor ist der schwierigste, der zu verstehen ist, weil er ziemlich technisch ist. Um eine weise Kaufentscheidung zu fällen, werden Sie diese Hintergründe darüber verstehen müssen. Hat der Diamant einen idealen Schliff, dann kommt die Brillanz, das Feuer und die ganze Schönheit direkt sichtbar zum Ausdruck. Daher empfehle ich Ihnen, dass Sie bei Ihrer Auswahl eines Diamanten immer nach dem bestmöglichen Diamant-Schliff streben sollten. Bei allen drei weiteren Qualitätskriterien ist deren Optimum nicht notwendig. Aber dazu später mehr.

Der Diamant-Schliff – die höchste Priorität und Qualitätsstufe

Ein guter Schliff wird einen Diamanten optisch größer machen, verbessert seine Farbe wesentlich und überdeckt gleichzeitig die Einschlüsse in ihm. Das bedeutet damit, dass Sie den Wert der anderen drei C’s wie Farbe, Karat und Reinheit erhöhen, wenn Sie sich bei Ihrer Auswahl für einen besseren Schliff entscheiden.

Sie werden erkennen, dass Sie bei einem gut (die Klassifizierung mindestens „Very Good“) geschliffenen Diamanten, der mit besseren Proportionen versehen ist, vom Karat-Gewicht durchaus optische Einbußen haben können. Ein idealer Diamant-Schliff verhilft dem Stein zu seiner wahren Karat-Größe. Der Vergleich mit anderen Diamanten mit gleichem Karat-Gewicht macht diese Eigenschaft deutlich. Sie werden in einem anderen Kapitel erkennen, dass ein tief geschliffener Diamant in seiner Proportion von oben gesehen (Face-Up-Appearance) kleiner wirkt, als sein angegebenes Karat.

Eine höhere Reflexion des Lichts in die Augen des Betrachters macht den Diamanten weißer. Und letztendlich ist ein guter Schliff dafür verantwortlich, dass seine beachtliche Lichtbrechung die Einschlüsse im Diamanten unsichtbar macht.

Darstellung, wie das Licht einen Diamanten durchdringt

Aus der unten abgebildeten Darstellung entnehmen Sie, wie sich das Licht verhält, wenn es auf die Oberfläche eines geschliffenen Diamanten trifft. Ist er gut und exakt geschliffen, wird das Licht gebrochen und einen hohen Anteil davon wird zum Betrachter reflektiert. Bei einem schlecht geschliffenen Diamanten dagegen entweicht es durch den unteren Teil des Diamanten und vermindert daher seine Brillanz und sein Feuer. Ein Diamant wie dieser wirkt dunkel und tot.

Der Diamant-Schliff aus dem GIA-Diamond-Cut-Schema bei unterschiedlichen Schliff-Qualitäten

Wussten Sie, dass die Gesetze der Physik das wundervolle Lichtspiel eines geschliffenen Diamanten regieren? Grundsätzlich ist der glitzernde Effekt und die Kraft seines Funkelns von der Lichtbrechung und dem Reflektieren der in ihn eindringenden Lichtstrahlen davon abhängig. Deshalb kommt es auf die genaue Ausrichtung jeder der 58 Facetten an, weil sie wie winzige Spiegel wirken müssen, um mit dem einfallenden Licht zu interagieren.

In einem gut geschliffenen Diamanten wird ein großer Prozentsatz des Lichts wieder reflektiert. Von den Augen des Betrachters her gibt der Stein ihm sein helles Aussehen und seinen glitzernden Eindruck.

Hat ein Diamant nicht diesen idealen Schliff, dann dringt das Licht durch die Seiten aus und geht dem Betrachter verloren. Daher ist Brillanz eines Diamanten mit nicht optimalem Diamant-Schliff nicht gegeben und er wirkt aus diesem Grund dunkel.

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Sie sollten wissen, dass meine Empfehlungen von Online-Juwelieren, die Webseiten Whiteflash.com und BrianGavinDiamonds.com zwei der international bekanntesten Online-Anbieter sind, die sich auf Diamanten mit „ideal-Cut“-Bewertung und optimalen Lichteigenschaften spezialisiert haben.

Sie erhalten von beiden Anbietern die beste Diamant-Qualität, die Sie sich vorstellen können.

Die Grundlagen über den Diamant-Schliff verstehen – ein Video vom GIA

Übersetzung: In diesem Clip geht es um den Diamant-Schliff. In der GIA-Klassifizierung für den Diamant-Schliff geht es um den Rundschliff (Brillantschliff) eines Diamanten. Sie besteht aus 5 unterschiedlichen Qualitätsstufen in der Graduierung. Als beste Klassifizierung von („Excellent“) bis zur 5. Stufe („Poor“) schlecht.
Im Diamant-Zertifikat eines rund geschliffenen Diamanten (mit Brillantschliff – Bild unten), wie aus dem Beispiel des eReports vom GIA-Institut zu sehen, finden Sie das Diagramm „Profile to actual Proportions“. In dieser Abbildung werden die genauen Proportionen des bewerteten Diamanten eingetragen. Die Eintragungen werden 1 Karat eingetragen.
Angaben der Proportionen und Winkemessungen für einen als "Exzellent" geschliffenen runden Diamanten von über 1 ct
Abbildung aus einem GIA Diamant-Zertifikat (im Englischen „Grading-Report“) für einen rund geschliffenen Diamanten. Die Angaben dieses Diamanten zeigen Messungen von einer als „Excellent“ ausgewiesene Bewertung.
2 grafische Darstellungen der Anatomie vom Diamant-Schliff mit Maßen zum Ideal-Schliff (in brauner Farbe)

Abbildung oberer Teil: Anatomie der Elemente eines Diamanten mit Diamant-Schliff und deren englischen Fachbegriffe mit deutscher Übersetzung.

Abbildung unterer Teil: Die Angaben dieses Schemas zeigen Messbereiche, die einen strikt begrenzten Umfang der Proportionen von ideal geschliffenen Diamanten aufweisen müssen. Sie werden von einem der besten Online-Juweliere, „Whiteflash“ als „A CUT ABOVE ®“ bezeichnet und bekommen ein gesondertes Zertifikat über die AGS (American Gem Society), die dieses in einer 3-fachen „IDEAL-Bewertung in ihrem Zertifikat ausstellt. Diese Diamanten haben weltweit mit die beste Brillanz, die Sie bekommen können. Zu „A Cut above“ und Whiteflash gibt es bald einen gesonderten Beitrag.

Die Abkürzungen im Schema bei „Culet Size“ (Spitze): N-P-S-M = None, Pointed, Small, Medium
Die Abkürzungen bei „Girdle Thickness“ (Rondiste): T-M-ST = Thick, Medium, Slightly Thick

 

Je nach Interesse, können Sie jeden Parameter-Daten in der Abbildung rechts anhand eines bestimmten Diamanten und seinen Proportionen analysieren. Natürlich ist es einfacher mit der Hinzunahme eines Diamant-Zertifikats entweder vom GIA oder vom AGS, um daraus Ihre weiteren Schlüsse zu ziehen.

Beim GIA-Zertifikat wird die beste Bewertung aller 3 Faktoren des Diamant-Schliffs: Diamant-Schliff, Feinschliff (Polish) und Symmetry „Tripple Excellent“ genannt. Das AGS bewertet diese drei Elemente mit „3-fach 0“. Bei der bestmöglichen Bewertung „A CUT ABOVE“ (Whiteflash hat sich diesen Begriff eintragen lassen) wird noch eine zusätzliche Komponente berücksichtigt. Diese wird in selteneren Fällen vergeben, die die 3-fach 0 in ihrer Perfektion übersteigt. Es ist die der Lichteffizienz eines Diamanten. Nur bei einem außergewöhnlichen Ergebnis über die Analyse einer Lichtmessung wird es in Form eines zusätzlichen Zertifikats ausgestellt.

Der Diamant-Schliff mit seinen unterschiedlichen Bewertungsstufen

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Der Diamant-Schliff – wichtigstes 4C-Element für die Diamant-Qualität
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