Cartier Verlobungsringe und ihre Qualität ※ ein bewertender Überblick

Cartier Verlobungsringe mit Diamanten - und ihre Qualität?

Hält sie, was die Werbung verspricht und sind sie wirklich ihren Preis wert?

Cartier wurde 1847 in Paris von dem Juwelier Louis-François Cartier gegründet, der sein einfaches bescheidenes Geschäft, das er auf Designerschmuck ausrichtete, 1899 an seine drei Söhne weitergab.

Als „König der Juweliere und Juwelier der Könige“, war die Marke speziell für die Fertigung seiner sehr schön gestalteten Uhren bekannt. Mit einigen dieser Uhren hat sich seine Gold- und Uhrenmanufaktur weltbekannt gemacht. Zudem war Cartier Pionier in der Verwendung von Platin-Schmuckstücken., die seither zu den beliebten Auswahlkriterien gehören.

In meiner Beurteilung über Cartier konzentriere ich mich ausnahmslos auf die Diamantringe des Unternehmens. Ich hatte vor mehreren Jahren die Gelegenheit genutzt, eine von mehreren Cartier-Boutiquen in Hong Kong aufzusuchen. Ich suchte zu der Zeit  gezielt nach einem Hochzeitsring für meine angehende Heirat. Damals befand ich mich noch in den Anfängen meiner Faszination für Diamanten, die ich in mir  entdeckt hatte und war noch relativ arglos. Allerdings wusste ich verstandesgemäß recht genau, wieviel für was genau ich ausgeben wollte.

Die vorgegebenen Merkmale für den Diamantring und meine Vorstellungen über sein Aussehen  –

der Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten

Heute möchte ich im Gegensatz zur der Zeit während meiner Suche nach einem Diamantring in Hong Kong betonen, dass ich mittlerweile keinerlei Interesse an noch so gut klingenden Markennamen mehr habe, was Juwelen betrifft. In meiner heutige Philosophie denke ich vielmehr an die bestmögliche Diamant-Qualität zum besten Gegenwert. In den Spitzen-Juweliergeschäften auf der Welt finde ich sie mit ziemlicher Sicherheit nicht. Diese Differenzierung ist mir erst in den letzten Jahren ganz bewusst geworden. Damals war ich stark darauf aus, diesen einen Cartier-Ring, einen 3-Color Trinity-Ring, für meine künftige Frau zu bekommen, den ich vom Design und Eleganz immer noch für sehr gelungen halte.

Die oberste Grenze meiner dafür vorgesehenen Geldmittel hatte ich auf umgerechnet 6.000 Euro gesetzt. Mein Ziel bestand darin, für diesen Betrag das Karat-Gewicht so hoch zu bekommen, wie es gerade möglich war. Ich dachte an über 0,5 Karat. Meine Akzente setzte ich zudem auf Reinheitsgrad und Diamant-Farbe. Dies, solange der Diamant die noch annähernd weiße Farbe G haben und dessen Reinheit bei VS2 (lupenrein) liegen sollte.

Damals hatte ich noch keinerlei weitere Erfahrungen über Cartier und was sich wirklich hinter den Qualitätskriterien des Diamant-Schliffs verbirgt. Ich machte mich also beherzt auf dem Weg dahin und war voller Zuversicht, bei Cartier meinen Ring Wirklichkeit werden zu lassen. Ich nahm mir damals vor, alle Details aufzuschreiben, um sie später für eventuelle Vergleiche zu verwerten, wenn ich bei Cartier nicht fündig werden sollte.

Mein Shopping-Erlebnis bei Cartier und das anschließende Fazit

Ich betrat das nobel ausgestattete Geschäft an einem Wochentag in der Vormittagszeit, weil ich mir dachte, dass zu dieser Zeit nicht allzu viel Kundenverkehr darin sein konnte. Wider Erwarten war ich aber nicht der einzige, was für Hong Kong-Verhältnisse anscheinend der Normalität entsprach. Eine Verkaufsberaterin kam mir gleich entgegen, nachdem ich von der Person, die die Eingangstür aufhält, freundlich begrüßt wurde. Die elegant gekleidete Verkäuferin im China-Look richtete ihre angenehme Aufmerksamkeit während meines Besuchs freundlich und konzentriert auf meine geschilderte Wunschvorstellung des Diamant-Rings, den ich im Hinterkopf hatte. Daraufhin führte sie mich in einen kleinen separaten Raum und bot mir einen bequemen Sitzplatz und einen Kaffe an. Nach meinen groben Beschreibungen des 3-Color-Rings mit seinen verschiedenen Goldfarben wußte sie sofort, um welches Ring-Model es ging.

Cartier und sein Service ist im Gegensatz zu manch anderen High-End-Juwelier-Geschäften vorbildlich. Seine Kunden werden überaus zuvorkommend behandelt. Das Gefühl, hier gut und vertrauensvoll aufgehoben zu sein, spürte ich direkt nach meiner Orientierungsphase. Ich fühlte mich ohne Übertreibung wie ein kleiner König. Übrigens empfinde ich die Einrichtung von kleinen „Separées“ als vorteilhaft, um vor allem Diamant-Schmuck ungestört auszuwählen. Neben dem Vorteil einer ungestörten Atmosphäre trägt hauptsächlich die dezente Beleuchtung für das Prüfen von Schmuckstücken bei, ohne dass typische Lichtquellen wie in Juwelier-Geschäfte üblich dabei die Qualität von Diamanten künstlich aufwerten.

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Im Vergleich zum großen Show-Room ist dieser Vorteil nicht wegzudenken. Das darin speziell eingerichtete Lichtsystem verfälscht das Betrachten und Prüfen des ausgestellten Diamantschmucks erheblich.

Berücksichtigen Sie also die Lichtverhältnisse beim Betreten eines Juweliergeschäfts. Unabhängig von der Qualität des Diamant-Schliffs, brilliert und funkelt jeder Diamant unter diesem speziell eigerichteten Licht. Geben Sie sich keinen Illusionen hin, dass der eben von Ihnen gekaufte Diamantring in den ungünstigsten Fällen mit seinem Funkeln sowie mit der noch eben bewunderten Brillanz auch noch bei Ihnen Zuhause weiterhin seinen Zauber ausstrahlt.

Die Wahl des Ring-Models

Mit meiner Wahl für den Ring beabsichtigte ich, so schlicht und klassisch wie möglich zu sein. Ich hatte vor, auf der sicheren Seite zu sein und einem Geschmackskonflikt so weit wie möglich aus dem Weg gehen. Schließlich sollte mein Geschenk eine Überraschung für meine künftige Frau sein. Ihre Ringgröße hatte ich vorher bereits ausfindig machen können.

Die Auswahl lief im ersten Schritt in Richtung meines bevorzugten Trinity-Model (zu sehen imBild rechts), wenn sich sein Preis in meinem gesteckten Rahmen bewegte. Leider gibt es das Ring-Model heute nicht mehr in diesem Design, was ich schade finde. Die Alternative dazu wäre der „Cartier Signature 1895“ in Platin (Bild rechts darunter) gewesen, dessen Fassung genau wie der andere für einen Solitär-Diamanten ausgestattet ist. In jedem Fall sollte der Ring mit einem Diamanten mit einem Brillantschliff sein.

Beide Modelle sind mit einer 4-Krappen-Fassung für den Solitär-Stein bestückt, auf der die Krappen so geschickt konstruiert sind, dass ein Hängenbleiben des Rings an Stoffen zumindest erschwert wird. Der Signatur-Ring ist für Frauen gestaltet worden, die in erster Linie den eleganten und zeitlosen Stil bevorzugen.

Der Verlauf des Verkaufsgesprächs bei Cartier

Die Verkaufsmitarbeiterin brachte einige Diamantringe in verschiedenen Karat-Größen herein, die in etwa meinen vorgebrachten Vorgaben entsprachen. Sie stellte das schwarze Samt-Tablet mit vier Ringen, davon drei Trinity und ein Signatur 1895 Platinring mit je einem Solitär zwischen 0,45 Karat und 0,65 Karat zwischen uns auf den kleinen Tisch.

älteres Modell - Cartier-3-Color Trinity-Diamant-Goldring
Klassischer Cartier Solitär Verlobungsring Signature 1895 in Platin

Ihre Einleitung des Verkaufsgesprächs damit, wie sich ein Cartier-Diamant durch sein Funkeln und das Feuer bemerkbar macht und sich von denen der meisten anderen Juweliere in ihrer Qualität stark unterscheiden. Für die hohen Qualität-Standards durch strenge Auswahlverfahren würden nur die besten Diamanten zur weiteren Verarbeitung zugelassen. Es war nicht allzu schwer, dass ich mich durch diese Art Vortrag beeindrucken ließ. Mir kam während ihrer Präsentation das plötzliche Gefühl auf, dass Cartier weltweit den besten Diamantschmuck anbietet. Das reichte mir zumindest an diesem einen Tag, dank ihrer professionellen Überzeugungskraft.

Ich hatte damals eben nicht durchschaut, dass ich mit einer Verkaufsmitarbeiterin sprach, die ihr Metier durch und durch kannte und es gewohnt war, mit den Marketing-Mechanismen Ihres Welt-Unternehmens ständig versorgt zu werden. Erst viel später sind mir durch ähnliche Verkaufspräsentationen, in die ich mich gezielt während meiner Besuche in Juwelier-Geschäften begab, die Lichter aufgegangen. Heute weiß ich besser, nicht blind zu glauben, was auch immer ein Schmuckverkäufer mir erzählt.

Dennoch ist es vollkommen in Ordnung für mich, wenn Verkäufer sich mit ihrem Unternehmen identifizieren und höchste Ansprüche an ihre Produkte stellen. Wenn es allerdings Hart auf hart kommt, ist natürlich in erster Linie der Fakt, dass Diamanten gut geschliffen sind. Über die Diamant-Qualität von Cartier werde ich noch in den weiteren Abschnitten berichten.

Die Preise für Diamantringe bei Cartier

Mein Ziel verblasste zunehmend, und ich fürchtete, das Cartier-Geschäft erfolglos zu verlassen, während mir die Verkäuferin die 4 Diamantringe zeigte. Allmählich nahm die Realität raumgreifend unser Separèe und mich ein. Meine Gedanken entwickelten sich zur Alternative, entweder höherpreisig einsteigen oder ganz passen. Die Karat-Größen ernüchterten meine Wunschvorstellungen erheblich. Nur um wieviel mehr müsste ich meine Brieftasche strapazieren? Alle Diamant-Ringe, zwei Trinity Goldringe und zwei Signatur Platin-Ringe mit den Daten von einem Signatur 0,45 Karat, mit Farbe H und VVS2, ein Tricolor mit der Größe 0,46 Karat mit Farbton E, VS2, einen Signatur 0,57 F VS2 und einen Tri-Color 0,65 mit Farbton H, VS2. Der Platin-Ring mit 0.57 Karat und der letzte Tricolor Goldring wären für mich sicher passend gewesen. Sie lagen jedoch weit über meinem Preislimit. Die ersten zwei Ringe waren mir zu klein. Sie lagen aber innerhalb meiner vorher eingegrenzten Preisvorstellungen.

Wenn ich mir heute vorstelle, einen Diamantring mit meinem damaligen Budget von € 6.000,- kaufen zu wollen, wie ich es damals vorhatte, würde ich für den Betrag bei einem meiner ausgewählten Online-Shops einen Diamanten (mit Ring für einen Solitär) zwischen 0,65 und 0,75 Karat, mit Brillantschliff, der Farbe F oder G und mit einer Diamantreinheit von VVS2, und den mit Super Ideal-Cut bekommen.

Die grundlegende Problematik, Diamantringe bei Cartier zu kaufen

Grundsätzlich sind die verfügbaren Stücke in einer Cartier-Boutique doch sehr mickrig, wenn es um begrenzte Spezifikationen geht, nach denen der Kunde seine Wünsche eingrenzt. Heraus kommen nicht viel mehr, als zwei bis maximal vier Alternativen. Leider waren zu meinen genauen Wunschvorstellungen, was den Farbvorstellungen G oder H und der Reinheit VS2 betraf, keine weiteren Diamantringe verfügbar, die die Mitarbeiterin mir zeigen konnte. Selbst die anderen Cartier-Geschäfte in Hong Kong, die sie daraufhin kontaktierte, waren nicht in der Lage, auch nur einen einzigen Ring gemäß meinen Wunschvorstellungen anzubieten.

Das Problem mit den Ringgrößen

Der Mangel, den Wunschvorstellungen der 4C-Spezifikationen der Kundenwünsche bei Cartier gerecht zu werden ist bei weitem nicht das einzige Problem. Cartier möchte, dass Sie einen Diamant-Ring von der Stange kaufen, was heißt, dass Sie sich mit der Ringgröße zu begnügen haben, auf der der Diamant montiert worden ist.

Zwar bietet das Unternehmen eine kostenlose Größenanpassung des Rings innerhalb von 3 Monaten an, wobei es jedoch 10 bis 15 Arbeitstage für eine Änderung dauert. Wenn es Ihnen hingegen zum Beispiel wegen eines Verlobungstermins eilig ist, haben Sie ein Problem damit.

Sie werden vielleicht denken und argumentieren, dass die Größenänderung auch nach dem Tag der Verlobung vorgenommen werden kann. Ist der Ring zu groß, mag das noch in Ordnung sein. Wäre er allerdings zu klein, fragt sich mancher, dass ein ganz besonderer Tag im Leben auch perfekt in seiner Erinnerung ohne Wenn und Aber sein sollte.

„Set for You by Cartier“ – Was steckt hinter diesem Slogan?

mit einer allzu begrenzten Auswahlmöglichkeit in der Kollektion von einem Cartier-Geschäft oder gar mehreren Boutique-Geschäften, die angefragt werden, wären Sie äußerst glücklich, wenn Sie an einen Diamant-Ring kommen, der ihren Vorstellungen und Vorgaben vollkommen entspricht. Sie wären sogar noch glücklicher, wenn es um besonders gefragte Spezifikationen der Farben zwischen F und G und einem Reinheitsgrad von VS1 und VS2 geht.

Was passiert also, wenn Sie keinen passenden Ring vor Ort direkt von der Stange finden? Angesichts der begrenzten Auswahlmöglichkeiten bin ich mir sicher, dass es viele andere Kunden gibt wie mich es damals gab, denen das gleiche Problem widerfahren ist.

Und genau hier kommt das „Set for You by Cartier – Mon Diamant Par Cartier“ ins Spiel. Im Prinzip funktioniert das Programm wie das von vielen Online-Juwelieren „“Stelle Dir Deinen eigenen Ring zusammen“. Mit der Auswahl von Einstellungsmöglichkeiten ist das Verkaufspersonal von Cartier in der Lage, einen losen Diamanten aus ihrem Bestand auszuwählen und einen Ring für Sie nach Maß fertigen zu lassen. Heute können Sie selbst die Auswahl Ihrer Vorstellungen auf der Cartier-Seite online treffen.

Aber halt! Falls Ihnen das Prinzip Cartier nicht ganz klar sein sollte, das Marketing hinter „Set for You by Cartier“ ist quasi gleichzusetzen mit blind Online kaufen,obwohl Sie Ihren Diamant-Ring nicht vollkommen online kaufen. Ich rate jedenfalls davon dringend ab!

Im ersten Schritt wählen Sie online Ihren Ring aus, geben die Karat-Größe, den Farbwunsch und die gewünschte Stufe für die Diamantenreinheit vorab in das System ein. Außer den dazugehörigen Preisen erhalten Sie über diesen Internet-Weg keine weiteren Informationen. Die erhalten Sie über den anschließenden telefonischen Kontakt mit Cartier. Er begrenzt sich einzig auf die Terminierung bei den fünf, in Deutschland verfügbaren Boutiquen. Über den Kontakt zu einer der Boutiquen erfahren Sie, ob dort überhaupt der von mir gewünschte Diamant oder einige weitere Alternativen vorrätig sind. In der Boutique angekommen wird der von Ihnen präferierte Diamant zusammen mit einigen wenigen weiter infrage kommenden Diamanten, die vorrätig sind, präsentiert. Weiteren Informationen, die über das dazugehörige Diamant-Zertifikat hinaus gehen, erhalten Sie über den Diamanten nicht.

Im Vergleich zu Online-Juwelieren ist das Programm von Cartier insoweit verwässert, als dass sein Bestand an Diamanten extrem klein ist, wie sofort zu erkennen ist, nachdem Sie Ihre eigenen Kriterien online gewählt haben.

Cartier’s Strategie wird noch dramatischer, wenn Sie erfahren, dass Vertriebsmitarbeiter sogar ihre dreiste Empfehlung für den Diamant-Schliff abgeben, dessen Bewertung mit „Very Good“ bewertet ist. Ich werde mich mit dem Qualitätsstandard und seinem Diamant-Schliff von Cartier im folgenden Kapitel eingehend befassen.

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Dahinter steckt Cartier’s Ziel, dass Sie in erster Linie dem Namen Cartier und seinen sorgfältig und strengen Auswahlprozess der Diamanten Vertrauen schenken. Das Einbeziehen von Diamanten mit einem Diamant-Schliff von „Very Good“ in seinen Bestand sagt jedem ausgebildeten und integren Gemmologen und Käufer, der über gute Kenntnisse verfügt, dass er sein Geld anderswo besser angelegt hat.

Neben der schlechten Diamanten-Auswahl, weil äußerst begrenzt, liegt das andere Problem dieses maßgeschneiderten Services die extrem lange Lieferzeit. Es kann 6 bis 10 Wochen dauern, bis Sie endlich Ihren bestellten Ring erhalten. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist die Wartezeit recht lang. Für diejenigen, die keine Zeit für längere Wartezeiten haben, ist diese Methode mit Sicherheit nicht die geeignete.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Chance für einen Erfolg, um den richtigen Diamantring ohne jegliche Änderungen vornehmen zu lassen, äußerst gering ist. Wenn Sie es darauf anlegen, müssen Sie entweder einige Monate auf neuen Vorrat warten oder Ihnen bleibt lediglich die Wahl für die nächstbeste Variante.

Was nun einen Cartier-Diamanten auszeichnet

Die unterste verfügbare Stufe der Diamantenreinheit ist VS2, und für die Farbstufe ist es H. In gewisser Weise sind die vorgegebenen Kriterien denen von Tiffany & Co. und anderen Top-Boutiquen wie Harry Winston sehr ähnlich. Aus Sicht der Verbraucher ist diese VS2-Begrenzung nachzuvollziehen, weil Cartier die Augenreinheit beibehalten will.

Diamanten, die ab der Stufe H und besser bewertet sind, gewährleisten die Sicherstellung für den Weißton ohne spürbare Farbveränderungen. Solche Vorgaben der Filter werden von großen Marken als gängige Praktiken verwendet und gewährleisten eine gleichbleibende Kontinuität Ihrer Produkte. Wie Cartier seine Diamanten auswählt, können Sie auf der betreffenden Webseite lesen und darüber mehr erfahren.

Über die wunderschön klingenden Marketing-Inhalte und die Überprüfungen ihrer Einzelheiten

Wenn Sie sich mit den Inhalten über die Diamanten-Auswahl von Cartier beschäftigen, werden Sie schnell darüber stolpern, dass sich Cartier’s Marketing-Vorgaben nicht mit ihren wirklichen Vorgehensweisen decken. Schauen Sie den Screen-Shot, den ich von ihrer Webseite festgehalten habe.

Uns wird darin eindrucksvoll mitgeteilt, dass Cartier „Diamantenexperten beschäftigt, die über ein unschätzbar kostbares Talent für den besonderen Blick verfügen, mit dem sie beurteilen können, welche Diamanten edel genug sind, um eine Schmuckkreationen von Cartier zum Funkeln zu bringen…..Die Schliffqualität der zentralen Cartier-Brillanten unter 30 Karat und der Steine mit anderen Schliffformen liegen auf der Skala zwischen „Good“ und „Excellent“ und schließlich „ Die Auswahl der Diamantexperten von Cartier gewährleistet die Schönheit eines Edelsteins mit harmonischen Proportionen und unvergleichlichem Charme.“

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Hier werden sogar Diamant-Schliff-Bewertungen von „Good“ in ihre Auswahl mit hereingezogen, unglaublich. Selbst das GIA-Bewertungskriterium „Very Good“ und die Begriffe „optimale Brillanz“ oder „Garant für außergewöhnliche Schönheit“ schließen sich gegenseitig aus. Jemand, der bei GIA ausgebildet wurde und mit den technischen Zusammenhängen über den Diamant-Schliffs vertraut ist, wird Ihnen sagen, dass ein Diamant mit der GIA-Bewertung „Very Good“ im Diamant-Schliff weitgehend mittelmäßig ist.

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Ich kann meinen Lesern niemals mit gutem Gewissen einen runden Diamanten mit Brillantschliff empfehlen, der von GIA mit „Very Good“ bewertet worden ist. Schon gar nicht würde ich behaupten, dass ich Ihnen über runde Diamanten mit Brillantschliff und einer „Very-Good“-Bewertung deren außergewöhnliche Schönheit garantiere.

Für Cartier hat die Tafelgröße zwischen 56% und 63% zu sein?

Ein runder Diamant mit einer größeren Tafelgröße als 60% wird typischerweise einen bestimmten Grad an Lichtdurchlässigkeit aufweisen und seine Brillanz beeinträchtigen. Schauen wir uns an, was passiert, wenn die Tafelgröße eines Diamanten 63% beträgt. Unabhängig davon, wie die Winkel des Diamanten von der Krone und vom Pavillon ausgelegt sind, ist die maximale Schliff-Bewertung, die der Diamant erreichen kann, nur ein „Very Good“. Das hat seinen Ursprung darin, dass die optische Gesamtleistung des Steins einen Schuss mitbekommt, wenn die Tafelfacette zu große Ausmaße hat.

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Quelle: GIA Diamant-Schliff-Bewertungen mit Kalkulationswerten von runden Diamanten mit einer Tafel von 63%

Das GIA-Institut hat Richtlinien zu Tabellen für die Bestimmung des Diamant-Schliffs für die gängigen Tafelgrößen ab 50% bis zur Größe von 64% zusammengestellt. Darin lässt sich der Bereich von der Qualität des Diamant-Schliffs bei unterschiedlichen Kronen- und Pavillon-Winkel in Relation zur Tafelgröße ermitteln. Bewertungen VG= Very Good, GD= Good, FR= Fair

Die Gesamthöhe des Diamanten muss zwischen 58% und 63% liegen

Die Problematik bei Diamanten mit tiefen Diamant-Schliff ist darin zu sehen, dass sie bei Ansicht von oben (Face-Up-View) kleiner wirken, als dass es ihrem tatsächlichen Karat-Gewicht entspricht. Es liegt praktisch in seinem Profil eingeschlossen. Des Weiteren verursachen steil oder tief geschliffene Diamanten Lichtdurchlässe unterhalb der Tafel. Ebenso können Probleme mit einer Tiefe von 58% existieren. Durch die geringe Tiefe kann bei einem Diamant ebenfalls häufiger Lichtleckagen auftreten. Bei gewissen Neigungswinkeln sind unter der Tafel-Facette unerwünschte Reflexionen der Rundiste wahrzunehmen.

Die Rundiste des Diamanten muss zwischen „leicht dick“ bis „dick“ sein

Das behauptet Cartier in seinen Auswahl-Richtlinien für ihre Diamanten auf seiner Webseite wie Sie sehen können. Zum Glück scheint sich diese Vorgabe nicht durchgesetzt zu haben. Ich habe bisher bei rund geschliffenen Diamanten einen Rundisten-Umfang von „Dünn bis Mittel“ und „mittel bis leicht dick“ entdecken können. Das Ergebnis bei einer dicken Rundiste wäre beim Diamanten bei Draufsicht von oben, dass er für sein Karat-Gewicht kleiner wirkt.

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