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Diamant-Zertifikate von fragwürdigen gemmologischen Laboren

Leider wird der Diamantenmarkt, anders als bei den Nahrungsmitteln zum Beispiel, nicht auf die gleiche Weise unter die Lupe genommen. Es gibt keine einheitlichen Vorschriften, die kontrolliert werden, auch wenn der Kauf von Diamantschmuck häufig mit hohen Kosten verbunden ist. 

Wenn Sie sich gerade frisch mit dem Thema über Verlobungsringe und Diamanten beschäftigen und vorher nie Verbindung dazu hatten, bietet sich für Sie die bestmögliche Sicherheit die der Diamant-Zertifikate, die durch die gemmologischen Institute erstellt werden. Jedoch wirkt die Abhängigkeit von diesen Zertifikaten mit ihren Bewertungen als zweischneidiges Schwert und lässt ausreichend Raum für Missbrauch.

Probleme mit den Zertifikaten in der Diamantenindustrie

Wie bereits auf der vorherigen Seite beschrieben, wendet jedes gemmologische Labor unterschiedliche Kriterien und Standards an, um eine Bewertung durchzuführen. Um die Konfusion noch zu verstärken, verwenden einige der Labore sogar dieselben Begriffe der anderen in ihrem Zertifikat. Den Verbrauchern wird dadurch der falsche Eindruck erweckt, dass alle Institute gleich sind.

Beim Versuch, Diamanten minderer Qualität zu verkaufen, wird die Problematik ziemlich deutlich. Ethisch zwielichtige Juweliere, die mit anrüchigen Laboren zusammen arbeiten, deren Zertifikate sind meist günstiger sind, als die  vom GIA oder AGS, machen gutgläubigen Kunden weis, dass sie mit ihnen noch Geld sparen. Weiterhin erzählen sie einem, dass er schließlich einen wertvollen Diamanten kauft und kein Stück Papier.

Folglich spielen sich dann in der Regel Verkaufsgespräche solcher Juweliere über mit einem EGL oder IGI bewerteten Diamanten mit dem entwaffneten Argument ab: „Wenn sowohl GIA- als auch EGL/IGI-Diamanten dieselben Bewertungen bekommen, warum sollten Sie dann für einen GIA-Diamanten nur für ein Stück Papier mehr bezahlen? Hiermit erhalten Sie einen größeren Preisnachlass, wenn Sie stattdessen keinen GIA-Diamanten gekauft haben.

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Die Problematik zwischen den Juwelieren und Laboren

Seriöse Juweliere würden niemals gemmologische Labore in Anspruch nehmen, die bewusst Diamanten überbewerten und frisieren. Leider sind Verbraucher in Deutschland und allgemein in Europa immer noch nicht aufgeklärt genug. Schon deswegen ist das eigene sorgfältige Auswerten und Differenzieren zwischen hoch- und minderwertigen Diamanten durch die Verbraucher sehr wichtig und elementar.

Die spärlich veröffentlichten Informationen über fragwürdige Institute und Labore, die zudem noch von so manchen Juwelieren als positiv und seriös dargestellt werden, erleichtern diese Angelegenheit leider nicht.

Was nun das Thema der Zertifizierungslabore betrifft, ist es unter Insidern in der Diamantenbranche unbestritten, dass Juweliere ausschließlich Diamant-Zertifikate von Instituten wie dem IGI und EGL im Wesentlichen zur Gewinnmaximierung benutzen. Es ist absolut keine teure Angelegenheit, einen Diamanten von einem zuverlässigen Labor wie es das GIA oder AGS ist, zertifizieren zu lassen. Der Preis dafür beträgt umgerechnet ungefähr 100 Euro für einen Diamanten mit einem Karat.

Der wahre Grund, weshalb gewisse Juweliere Verbrauchern zu keinem GIA-Diamanten drängen, besteht darin, dass sie auf deren Dummheit setzen und sie übers Ohr hauen. Oberflächlich betrachtet bekommen sie scheinbar ein besseres Angebot für einen Diamanten, der vom EGL oder vom IGI hoch bewertet wird. Doch in Wahrheit kaufen sie einen Diamanten von weitaus geringerer Qualität zu einem verhältnismäßig höheren Preis.

Über diese Website

Bild von Torsten Kroeger in der Beschreibung dieser WebsiteIch bin Torsten Kroeger und habe vor mehreren Jahren intensiv damit begonnen, mich für Diamanten zu interessieren.

Nach einer gewissen Zeit realisierte ich, dass es weiß Gott so gut wie unmöglich ist, ausgezeichnetes, ja wirklich brauchbares und wichtiges Hintergrundwissen über Diamanten zu erhalten, das über die üblichen, begrenzten Erkenntnisse hinausgeht. Für viel mehr, als das, was Ihnen jeder Juwelier immer wieder vorbetet, erhalten Sie nichts, was weiter von Wichtigkeit für Kunden ist. Dasselbe gilt für einschlägige Websites sämtlicher deutschsprachiger Schmuckanbieter, die kaum etwas zum Wesentlichen beitragen, was einen perfekten Diamanten charakterisiert.

Am Ende der ernüchterten Erkenntnisse entschloss ich mich zu dieser Website, weil es viel mehr Wissen zu allen Diamanten geben muss, das Sie als Verbraucher wissen sollten. Ich denke, dass die weitere Vergrößerung meiner Inhalte Ihnen zunehmend unentbehrliche Hilfestellung von hochwertigen Diamanten und Diamant-Verlobungsringen bieten wird.

Durch mein heutiges Wissen darüber helfe ich Ihnen gern bei der Auswahl des qualitativ besten Diamanten für jeden Geldbeutel. Sowohl Ihre Fragen wie natürlich auch Anregungen sind herzlich willkommen.

Torstenkroeger
EGL-Logo - European Gemological Laboratory

Das EGL

Das EGL ist 1974 in Antwerpen, Belgien, gegründet worden und dessen Abkürzung steht für European Gemological Laboratory. Inzwischen ist es mit Büros in New York, Los Angeles, Johannesburg, Tokyo, Paris, London und weiteren Ländern weltweit tätig. Bekannt  geworden ist das EGL für die Einführung der Diamantenreinheit „SI3“, In Europa ist der Marktanteil vom EGL immer noch ziemlich groß.

IGI-Logo - Logo IGI - International Gemological Institute

Das IGI 

Das IGI – International Gemological Institute, ebenfalls mit Hauptsitz in Antwerpen, hat genauso seine Labore rund um die Welt. In Juweliergeschäften werden Ihnen Diamanten von beiden Laboren immer wieder begegnen.

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Zwei zu empfehlende Anbieter für Diamantschmuck

James Allen und Whiteflash sind 2 sehr zu empfehlende Anbieter von GIA- und AGS-Diamanten, von denen Sie vertrauensvoll einen hochwertigen Diamant Verlobungsring kaufen können. Diese Internet-Juweliere machen es Ihnen besonders einfach, um Ihren eigenen Verlobungsring selbst zu gestalten.

Diese Anbieter sind in den USA ansässig. Rechnen Sie bitte durch die Einfuhr nach Deutschland mit knapp 20% des dortigen Warenwerts (Diamant inkl. Ring). Die angegebenen amerikanischen Preise der Online-Anbieter schließen keine Mehrwertsteuer ein. So gesehen entspricht Ihr Kauf von deutschen Online-Shops mit Dollar-Vorteil! Die Ware wird frei Haus versichert mit Fedex versendet.

Das Problem mit Hauszertifikaten

Hauseigene Diamant-Zertifikate sind ein weiteres negatives Beispiel dafür, um das Problem von solch bewerteten Diamanten besser nicht anzutasten. Sie werden bei diesen Diamanten feststellen, dass sie sehr günstig angeboten werden, da ein hauseigener Gutachter des Juweliergeschäfts die Bewertung vorgenommen hatte. Ich denke, dass solche Bewertungen noch schlechter eingestuft sind, als bei den Instituten EGL und IGI.

Mit hauseigenen Zertifikaten können Juweliere können Juweliere gewisse Diamanten betwerten, wie sie gerade wollen. Für gutgläubige, unvorsichtige Kunden erscheinen diese Diamanten sehr verlockend zu sein. Doch zahlen die Kunden zu viel Geld für solche minderwertigen Steine.

Deshalb mein dringender Rat, halten Sie sich nur an Diamanten, die vom GIA oder vom AGS bewertet worden sind. Nur dann wissen Sie genau, wofür Sie bezahlen und dass der betreffende Diamant genau nach vertrauensvollen Standards beschrieben und bewertet wurde. 

8 Kommentare

  1. Anke Kunze

    Guten Tag,
    Ich habe eine Diamanten mit einem IGI Zertifikat.
    Bedeutet ihre Aussage, dass der angegebene Wert dort nicht dem tatsächlichen Wert entspricht?

    Antworten
    • Torsten Kroeger

      Hallo Frau Kunze,
      nun habe ich das IGI-Zertifikat eingesehen, das Sie mir haben zukommen lassen. Meine Informationen dazu wie folgt:

      1) zunächst habe Sie einen Diamanten (E und IF) gekauft, der Ihnen in der Größe mit 1,09 Karat, doch im Schliff mit 3x „Very Good“ mit Sicherheit bereits weit über € 7.000,- Euro gekostet hat. Ich setze den Betrag für ihn bewusst gering ein, weil bereits dieser von mir genannte Preis als zu hoch bewertet wäre, für was der Stein Ihnen bietet.

      2) Alle Schliff-Bewertungen haben ein „Very Good“. Unabhängig von diesen IGI-Bewertungen würde ich grundsätzlich keinen Diamanten mit dieser Bewertung kaufen. Reinheit und Farbe sind im Verhältnis dazu unerheblich, weil ein Diamant nur dann wunderschön sein kann, wenn sein Schliff perfekt ist. Brillanz, sein magisches helles Funkeln und seine Helligkeit liefert die Schönheit. Ein Diamant kann sehr wohl schön sein, wenn er G oder H hat. Grundsätzlich wäre es absolut okay, wenn nach VS2/VS1 gesucht wird. Ein Diamant muss nur von den Einschlüssen her augenrein sein und nicht lupenrein. In Deutschland ist für viele Verbraucher jedoch immer noch der Begriff „Lupenreinheit“ Inbegriff für einen hochwertigen und perfekten Diamanten. Welch Irrtum.

      3) Die Tafel-Größe (TableSize) mit 63% ist viel zu groß. Ein Diamant mit einem solchen Maß erscheint bei direktem Vergleich häßlich im Aussehen. Und funkeln wird er nicht. Die maximale Tafel-Größe ist im Ideal-Fall max. 57%. Die Prozentzahl wird im Verhältnis zur gesamten Breite eines Diamanten berechnet.

      4) Meine Auswertung mit dem HCA, der Online Software „Holloway Cut Advisor“ wirft ein erwartetes negatives Ergebnis aus. Mit 4,0 ist ein Diamant wie dieser aus einer Auswahl auszufiltern. Denn Diamanten mit Ergebnissen über 2,0 sollte man ausfiltern. Nur welche zwischen 1-2 sind okay. Hier der Link dorthin: https://www.pricescope.com/tools/hca

      5) Genannte Werte wie bei dem oben beschriebenen Diamanten hervorgehoben, haben in diesem Zusammenhang eigentlich nicht direkt mit dem Labor IGI zu tun. Andererseits rundet der minderwertige Stein seinen ausgewiesenen Marktwert noch einmal zusätzlich ab.

      Nur gut, dass Sie den Diamanten gegen Widerruf dort zurückgeben können, wo Sie ihn vor kurzem gekauft haben.

      Antworten
  2. Luca C

    Hallo Herr Kroeger,
    bin gerade an einen Ring mit einem brillanten bestückt dran.
    Er soll 1,01 Karat haben und von ein AIG Zertifikat. Kann kaum was von diesem Labor in Antwerpen erfahren.
    Kennen sie das, und wie seriös ist es ?
    Danke im Voraus.
    L.C

    Antworten
    • Torsten Kroeger

      Hallo Herr C.,
      Grundsätzlich gilt mein Inhalt wie der, den ich etwas ausführlicher an die oben stehende Frage einer Leserin geschrieben habe. Die Finger von Laboren lassen, die kaum bekannt sind.

      Das AIG Labor ist in Antwerpen, Belgien ansässig. Es bekommt seine Existenz in der Hauptsache durch die vielen Diamantenhänder in der näheren Umgebung dieser Stadt, die immer schon zur europäischen Metropole für die europäische Diamantenindustrie gehört. Sie können sich vorstellen, dass für dieses kleine Labor unter den weit über 1.600 Diamantenfirmen aus der Umgebung von Antwerpen ihren Sitz einnehmen, ein gewisser Teil der dort umgesetzten Diamanten einträglich abfällt.

      Labore wie dieses, füllen eine winzige Nische im Diamantenhandel aus, die solche Diamanten auswertet, die von minderer Qualität sind. Die mit geschönten, frisierten Bewertungen immer noch zu „unglaublich“ lukrativen Preisen an ahnungslose und gutgläubige Kunden verkauft werden. Lassen Sie sich offen sagen, dass von einem wirklichen Gegenwert hier nicht mehr gesprochen werden kann. Selbst deren kaum zu glaubenden Sonderpreise sind Ihr hart verdientes Geld längst nicht Wert, das Sie für diese Steine bezahlen.

      Nein, wenn Sie wirklich Spaß an einem hochwertigen Diamanten haben möchten, lernen Sie die Unterschiede zu den Diamanten in den Kapiteln auf meiner Website kennen.

      Perfekt geschliffene Diamanten, die es verdienen, dass ihre Schönheit, ihre Ausstrahlung und leuchtende Brillanz mit ihrem magischen Funkeln etwas herausragend Atemberaubendes haben, können Sie nicht zu Media-Markt-Preisen kaufen, um hier einmal diesen Vergleich zu benutzen.

      Zusammenfassend ist zu kleinen unbedeutenden Laboren hervorzuheben, wie das AIG es eines ist, dass sie in enger Zusammenarbeit mit ihren einschlägigen und ethisch fragwürdigen Diamantenhändlern zusammenarbeiten. Bei ihnen würden sich sonst sehr schnell Ladenhüter in beträchtlichen Mengen anhäufen. Und weil Antwerpen für seine Diamanten weltbekannt ist, wird die Anzahl der unzähligen leichtgläubigen und unkundigen Touristen aus aller Welt, die täglich in diese Stadt kommen, nicht kleiner. Es wird also weiterhin mit solchen wertlosen Steinen prächtig verdient.

      Mein guter Rat an Sie ist der, lassen Sie bereits vom Prinzip Ihr Geld in der Tasche, wenn es sich bereits um einen kompletten Diamantring handelt. Es ist ein erstes Indiz für eben keine Hochwertigkeit eines Diamanten, der darauf gefasst ist. Ich würde nichts sagen, wenn es sich um den Preis zwischen € 500 bis 750 Euro handelt. Doch schon bei € 1.000,- Euro hört der Spaß auf.

      Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort auf Ihre Frage, einige Lichtblicke verschafft hat.

      Antworten
  3. DA

    Sehr geehrter Herr Kröger,

    wie würden Sie vorgehen, wenn Sie einen GIA zertifizierten Diamanten mit Ringanfertigung fur einen 5-stelligen Betrag bestellt und bezahlt haben und der Händler Ihnen dann einen EGL zertifizierten verkauft. Dieses ist mir erst im Nachgang am Zertifikat aufgefallen?

    Vielen Dank!

    Antworten
    • Torsten Kroeger

      Sehr geehrte Frau DA, sehr geehrter Herr DA,
      Besten Dank für Ihre aufschlussreiche Frage zu Ihrem falsch gelieferten Kauf eines Diamantrings, dessen Diamant vermeintlich vorsätzlich mit einem falschem Zertifikat an Sie verkauft wurde, was Sie so nicht bestellt haben.

      Aus Ihrer Zuschrift geht Ihre Bestellung an einen Anbieter hervor, die einen GIA-Diamanten beinhaltet. Natürlich kommt es darauf an, ob Ihre Bestellung mündlich oder schriftlich zum Ausdruck gebracht worden war. Solange Sie schriftlich aber nachweisen können, dass Sie einen Diamanten mit GIA-Zertifikat bestellt haben, steht Ihnen das strenge Recht zu, dass Sie sofort Ihren Kau widerrufen können. Dies auch für beide Teile (Ring + Diamant). Dazu ist zu sagen, dass Ihnen erstens in diesem Fall für Sie sogar ein verlängertes Widerrufsrecht bis zu einem Jahr zusteht. Zweitens, was noch stärker wiegt, sind Sie offensichtlich arglistig getäuscht worden. Das macht den Kauf für diese zweiteiligen Bestellung insgesamt hinfällig.

      Ich gehe davon aus, dass wenn es sich um einen gesondert anzufertigenden Ring handelt, haben Sie ja explizit zwei Käufe umgesetzt. Einmal den Diamanten und weiterhin den Ring mit Sonderanfertigung. Aber Sie sind in diesem Fall arglistig getäuscht worden. So sollten Sie vom gesamten Kaufvertrag zurücktreten. Dieser geänderte Kauf ist für Sie absolut nicht hinzunehmen. Mit einem Anbieter wie mit diesem würde ich unter keinen Umständen ein nochmaliges Geschäft eingehen.

      Er kann von Ihnen nach meiner Meinung deswegen weiterhin nicht auf Nachbesserung bestehen. Denn es würde bedeuten, dass er Ihnen nach Rückgabe den Diamanten tauscht und für den EGL-Diamanten den entsprechenden GIA-Diamanten auf den Ring montiert. Das Vertrauen zu einem solchen Juwelier wäre für mich kompromisslos erloschen. Immerhin geht es zudem um einen 5-stelligen Betrag.

      Für beide Elemente haben Sie mit ziemlicher Sicherheit direkt nach Ihrer Bestellung zunächst ein Kaufauftrag erhalten, unabhängig davon, ob es sich um ein herkömmliches Juweliergeschäft handelt oder um ein Online Anbieter. In diesem Kaufauftrag sollten die spezifischen zwei Käufe detailgenau ausgewiesen worden sein, unabhängig von der 5-stelligen Summe des Kaufpreises. Ein solch hoher Preis dafür ist natürlich um so ärgerlicher, weil ein EGL-Diamant keinesfalls dieselben Bewertungen darstellen wie sie über einen GIA-Diamanten erfahren. Alle Besänftigungen des Anbieters in dieser Hinsicht und überhaupt sollten von Ihnen keinesfalls zugelassen werden!

      Schwieriger wird es, wenn in Ihrem erhaltenen Auftrag bereits „EGL“ steht oder Sie während des Verkaufsgesprächs mit dem Juwelier zwar einen GIA-Diamanten wollten, der jedoch nicht schriftlich als dieser festgehalten worden ist, oder Ähnliches Unbestimmte wurde verhandelt.

      Ein GIA-Zertifikat sollte eigentlich grundsätzlich vom Käufer vorher einzusehen sein und der Diamant dazu zumindest mit der Lupe geprüft werden. Und dann gehört der betreffende Diamant mit seiner Zertifikat-Nummer dazu, die aus der Laser-Inschrift in der Rundiste noch einmal hervorgeht. Jedes andere Verkaufsgespräch ohne diese Elemente dem Kunden zu zeigen, ist umethisch und unseriös.

      Grundsätzlich zu Diamanten ist zu erwähnen: dass In der Regel die Qualität, (Schliff-Qualität) der meisten international angebotenen Diamanten, vor allem im europäischen Raum, annähernd ausnahmslos zumindest im Mittelmaß, wenn nicht gar unterhalb davon liegt. Und wenn man weiterhin bedenkt, dass von gewissen gemmologischen Instituten wie es das EGL oder das IGI darstellen, wegen ihrer zumeist unbefriedigenden Bewertungen abzusehen sind, kommt Ihrem weiteren raschen Handeln eine wichtige Bedeutung hinzu.

      Es ist leider so, dass gerade wegen der mittelmäßigen Qualität die damit verbundenen Verkaufsgespräche jeglicher Seriosität entbehren. Also wird der Schwerpunkt in den meisten Fällen auf Reinheit und Farbe gelegt, was sich in den hohen Kaufpreisen niederschlägt. Allerdings habe ich von Ihrer üblen Erfahrung soweit noch nichts mitbekommen.

      Lassen Sie sich bitte weiterhin sagen, dass ein Diamant-Zertifikat jedoch nicht ausreicht, um die Schönheit eines bestimmten Diamanten zu erfassen! Es kommt hinzu, dass über 99% aller Online-Anbieter und Juweliere ohne Ausnahme eben nicht über die notwendigen optischen Hilfsmittel verfügen, die dem Kunden die Möglichkeit bieten, einen Diamanten auf ihre Schliff-Qualität überprüfen zu lassen. Letztere sind dazu bestens geeignet und notwendig, um den Schliff als Verbraucher relativ leicht beurteilen zu können. Alle diese wichtigen Elemente gehen aus meinen verschiedenen Kapiteln wie aus diesem hervor https://www.diamantring-kaufen-worauf-achten.de/gia-diamanten-mit-3x-excellent

      So, ich hoffe für Sie aufrichtig, dass Sie letztendlich einen noch glimpflichen Ausgang für Ihr weiteres Vorhaben finden werden und würde mich freuen, wenn ich wieder von Ihnen höre was einerseits daraus geworden ist und Ihnen möglicherweise gewisse elementare Fakten geläufiger geworden sind.

      So, ich hoffe für Sie aufrichtig, dass Sie letztendlich einen noch glimpflichen Ausgang für Ihr weiteres Vorhaben finden werden und würde mich freuen, wenn ich wieder von Ihnen höre was einerseits daraus geworden ist und Ihnen möglicherweise gewisse elementare Fakten geläufiger geworden sind.

      Mit freundlichen Grüssen

      Torsten Kroeger

      Antworten
  4. Claire Adams

    Guten Tag,
    bin in Verbindung mit 2 online gewerblichen
    Händlern mit Diamanten.
    Leider bieten diese keine AGB und Widerrufsrecht an.
    Ist dies denn rechtens?

    Danke und Grüße

    Antworten
    • Torsten Kroeger

      Guten Tag Frau Adams,
      Besten Dank für Ihre zwei Fragen zu den AGB’s und dem Widerrufsrecht von Online-Anbietern im Diamantenhandel.

      In Ihrem Fall gehe ich davon aus, dass Sie Endkundin sind:

      Zu den AGB’s: diese Gesetzesregelungen sind für den gesamten Online Handel grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Es gibt also keine eigentliche Pflicht für den Online-Handel, eine AGB zu verwenden. Solche Unternehmen werden demnach also nicht abgemahnt, wenn sie keine AGB auf ihrer Website führen.

      Doch sobald ein Online-Unternehmen mit Ihnen als Privatperson im Begriff ist, eine Geschäftsbeziehungen einzugehen, gibt es zumindest eine indirekte Pflicht zur AGB, dass es seine privaten Kunden zumindest über mehrere gesetzlich vorgeschriebene Informationspflichten hinweisen muss, spätestens, sobald es von Ihnen eine ernsthafte Kaufabsicht erhält.

      Sind Sie also Privatperson und möchten bei solchen Online-Anbietern einen Diamanten kaufen, so gibt es Pflichthinweise für sie wie z.B zumindest über die:

      1) vertragliche Vereinbarung über den Abschluss eines Kaufes
      2) eventuelle Rücksendekosten bei Widerruf
      3) Kulanzregelung bei Rücksendungen
      4) Zahlungsbedingungen
      5) wie sieht die Zulieferung aus (Versandkosten)

      Die obigen Beispiele haben Ihnen neben weiteren wichtigen Hinweisen (Kauf-Button-Lösung und Preisangaben) vor Abschluss mitgeteilt zu werden. Doch es muss keine schriftlich ausgewiesene AGB auf deren Website sein). Allerdings sind AGB’s unbedingt für seriöse Online-Anbieter dringend zu empfehlen, die an Endabnehmer verkaufen, weil dann für die Voraussetzungen von der Vollständigkeit dieser gesetzliche Bestandteile angenommen werden kann.

      Die Angaben oben sind nur einige aller Bestandteile des Fernabsatzgesetzes. Sie sind nur dann als Bestandteile wirksam, wenn sie innerhalb der gesetzlichen Vorgaben in den mit dem Kunden zu vereinbarten Vertrag eingebunden werden. Sobald bestimmte Bestandteile innerhalb dieser Gesetzesregelung fehlen oder sobald von solchen Unternehmen nicht alle gesetzlichen Bestandteile Ihnen nicht mitgeteilt werden, die über keine AGS verfügen, verlängert sich dann dieser Widerruf automatisch auf ein Jahr. Weiterhin können diese Anbieter abgemahnt werden, was einiges kostet.

      Die Vertragsbestandteile der AGB sind wirksam und nach § 305 II BGB einbezogen. Es bedeutet, dass Sie als Vertragspartner die Möglichkeit haben, von diesen Regelungen in zumutbarer Weise Kenntnis nehmen können. Diese Vertragsbestandteile haben deutlich für Sie zusammengestellt und gegliedert zu sein, so dass diese auch beim flüchtigen Lesen nicht übersehen werden können.

      Zum Widerrufs- bzw. Rückgaberecht (gilt für die gesamte EU): Online-Käufe können in der Regel innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt der Ware ohne Angabe von Gründen widerrufen werden (§ 355 BGB). Sie haben dem Online-Händler allerdings schriftlich (E-Mail. Brief, Fax) oder auch fernmündlich mitgeteilt zu werden, bevor sie zurück gesendet werden.

      Ausgeschlossen ist nur dann ein Widerruf (für den Diamantenhandel) bei:
      1) Maßanfertigungen eines Diamantrings (nicht der Diamant).
      2) Versiegelter Diamant, sobald die Versiegelung aufgebrochen worden ist

      Zu Ihrem Fall: Ein Widerrufsrecht ist nicht möglich. Rote Fahne! und Finger davon lassen. Es gibt genügend seriöse Online-Anbieter im Juwelenhandel die es selbstverständlich anbieten.

      Das Rückgaberecht ist eine Kulanzregelung, die bei Online-Juwelieren kaum üblich ist.

      Ich würde mich freuen, wenn ich wieder von Ihnen höre und Ihnen möglicherweise gewisse elementare Fakten geläufiger geworden sind.

      Mit freundlichen Grüssen

      Torsten Kroeger

      Antworten

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